Landeswettbewerb für den Wohnungsbau
Landeswettbewerb 2009/2010: Innovative Wohnformen für Studierende in gemischten Quartieren
Landeswettbewerb 2010: Bonn-Tannenbusch
Der zweite Standort für den Landeswettbewerb "Innovative Wohnformen für Studierende" ist Bonn-Tannenbusch. Ein nicht mehr zeitgemäßes Studentenwohnheim soll hier abgerissen und neu gebaut werden. Im städtebaulichen Wettbewerbsteil sollte für ein zwölf Hektar großes Areal eine Konzeption zur stadträumlichen Einbindung und funktionaler Verflechtung dargestellt werden.
Der mit 26.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Büro pbs Architekten aus Aachen. In einer aufgelockerten viergeschossigen Blockrandbebauung, die ein dreizehngeschossiges Hochhaus ersetzen soll, sieht die Siegerplanung Wohnraum für 220 Studierende vor.
Landeswettbewerb 2009: Münster
Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis im Landeswettbewerb 2009 geht an das Büro Kresing Architekten aus Münster. Der Entwurf für die Neubebauung für eine circa drei Hektar große Fläche nahe des Aasees zeichnet sich vor allem durch einen guten Mix von öffentlichen und privaten Freiflächen sowie durch eine hohe Aufenthaltsqualität aus. In vier differenziert gestalteten Baublöcken sieht die Planung von Kresing Architekten insgesamt Wohnraum für rund 500 Studierende vor, sowohl in Wohngruppen als auch für studentische Paare und Singles. Auch eine Kindertagesstätte ist geplant.
Kooperationspartner des Landeswettbewerbs, den das Bauministerium gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium ausgeschrieben hat, waren die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und die Stadt Münster. Das Studentenwerk Münster will den prämierten Entwurf mit Unterstützung der Stadt Münster nun zeitnah realisieren. Das Wettbewerbsergebnis soll beispielhaft für weitere Bauvorhaben an Universitätsstandorten sein. Im kommenden Jahr ist ein weiterer Wettbewerb für einen anderen Hochschulstandort geplant.
Landeswettbewerb greift aktuelle wohnungspolitische Themen auf
Das Bauministerium des Landes Nordrhein-Westfalen lobt in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in unregelmäßigen Abständen auch Planungswettbewerbe für neuen Wohnungsbau an unterschiedlichen Standorten aus. Mit den verschiedenen Aufgabenstellungen werden aktuelle und wohnungspolitische Themen aufgegriffen, um für konkrete Grundstücke in Nordrhein- Westfalen geeignete städtebauliche und gebäudeplanerische Lösungsansätze zu finden. Ziel ist, die besten Bauplanung für neuzeitliches Wohnen zeitnah umzusetzen. Dabei wird der weitere Planungs- und Bauprozess im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren durch die Auslober unterstützt und begleitet. Außerdem werden beispielhafte Lösungsansätze dokumentiert und in Form von Broschüren und Ausstellungen zugänglich gemacht.
Mit dem Landeswettbewerb 2006 „Junge Quartiere für das Wohnen im Alter“ wurden die neuesten Entwicklungen im Wohnungsbau zum demografischen Wandel aufgegriffen und architektonisch hochwertige Lösungen für Brachflächen in zwei innerstädtischen Quartieren in Münster und Düsseldorf erarbeitet.
