Bus und Bahn
Ein attraktiver Öffentlicher Personennahverkehr ist ein unverzichtbarer und vor allem umweltfreundlicher Bestandteil des Verkehrssystems in Nordrhein-Westfalen.
Mit über 2,1 Milliarden Fahrgästen jährlich und einem Angebot von rund 100 Millionen Zugkilometern pro Jahr im Schienenpersonennahverkehr, über 100 Regionallinien und mehr als 1.500 Schienenfahrzeugen allein im Personenverkehr gehört Nordrhein-Westfalen zu den Top-Ländern im europäischen Verkehrsmarkt. So werden allein schon 650 Kilometer S-Bahn-Strecken bedient. Das Fahrplanangebot auf der Schiene wurde seit 1996 um mehr als 30% ausgeweitet. Allerdings hat das Schienennetz immer noch einige Lücken, Engpässe und Schwachstellen. Dringliche Ausbaustellen sind zum Beispiel die Bahnknoten in Dortmund und Köln.
Die Region zwischen Rhein und Ruhr als größter europäischer Ballungsraum braucht ein leistungsfähiges, schnelles schienengebundenes Verkehrsangebot für den Personenverkehr. Mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) haben wir dafür ein zentrales Infrastrukturprojekt verbindlich auf die Schiene gesetzt.
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) findet aber nicht nur auf Schienen, sondern auch auf den Straßen statt. Als Zubringer zu den zentralen Achsen und auf kürzeren Strecken außerhalb der Ballungsräume haben der Busverkehr und seine vielen kreativen, alternativen Formen große Vorteile. Anruf-Sammel-Taxi, Ruf-, Multi- oder Bürgerbusse sichern dort die Mobilität vieler Menschen.
Mit dem neuen ÖPNV-Gesetz ist es gelungen, die Entscheidungen dort anzusiedeln, wo sie am Besten getroffen werden können – vor Ort in den Städten und Kreisen bzw. in Gemeindeverbänden als deren überregionale Zusammenschlüsse. Das Gesetz, das seit Jahresbeginn 2008 in Kraft ist, verbindet eine Strukturreform mit einer Finanzreform: Die Kommunen erhalten so viel Verantwortung und Freiheit wie möglich, so wenig zentrale Vorgaben wie nötig; Fördermittel werden weitestgehend als Pauschalen oder pauschalierte Zuwendungen zur Verfügung gestellt.
