Die Autobahn reizvoll gestalten
Autobahnen müssen nicht monoton und hässlich sein. Deswegen legt das Land Nordrhein-Westfalen künftig beim Bau und bei der Erneuerung von Autobahnen mehr Wert als bisher darauf, dass der Straßenraum interessant und reizvoll gestaltet ist. Denn wer lange Strecken zwischen monotonen Lärmschutzwänden und Einheits-Grünstreifen zurücklegt, ermüdet leichter und macht Fehler beim Fahren.
Mehr Sicherheit und bessere Orientierung auf der Straße
Ziel ist, mehr Sicherheit und eine bessere Orientierung für die Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Unfallursachenforscher haben herausgefunden, dass Menschen in einem monotonen Umfeld unbewusst schneller fahren und unterfordert sind. Auch ohne oder mit nur geringem finanziellen Mehraufwand lässt sich die Gestaltqualität von Begleitgrün, Lärmschutzwänden und Brücken entscheidend verbessern. Lärmschutzwände aus Glas lassen sich mit eingearbeiteten Farbfolien in Kunstwerke verwandeln. Deutlich sichtbare, dreidimensionale Ziffern können die Nummerierung der Autobahnabfahrten deutlicher machen. Gleichzeitig sind sie individuelle Orientierungshilfen für Autofahrer.
Einige Beispiele werden zurzeit schon umgesetzt:
A40 in Essen-Holsterhausen: Der Trog, in der Vergangenheit ein Unfallschwerpunkt, wurde nach Sicherheitsaspekten neu gestaltet.
A 40 in Bochum-Wattenscheid: Bürger entscheiden mit, wie die Lärmschutzwand gestaltet wird - im Rahmen des Kulturhauptstadt-Projektes "Barcode A 40".
A 42: Entlang der "Parkautobahn" werden unter anderem neue Gehölze gepflanzt, um mehr Abwechslung und interessante Blickdurchlässe zu schaffen. Die Anwohner können sich beteiligen, etwa bei der Wahl des Leitbaums für die Parkautobahn, die auch ein Projekt der Kulturhauptstadt 2010 ist.
